Klodskovvej 70 · Byskov · DK-4863 Eskilstrup
Vægtergården Byskov · Falster
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Der gefährlichste Bewohner von Byskov

Tang Rasmus im Dorfteich

Er wohnt im Dorfteich. Gesehen hat ihn niemand - denn wer ihn einmal sieht, ist verloren.

Kort over Byeskov Byes Marker (Karte der Feldmark von Byskov), 1794 - der Dorfteich mitten im Dorf · Klimadatastyrelsen, CC BY 4.0

Alle Kinder in Byskov haben es gelernt: Geh nicht zu nah an den Dorfteich, denn da unten wohnt Tang Rasmus (etwa „Seetang-Rasmus“). Er liegt im Schlamm und wartet darauf, unvorsichtige Kinder in die Tiefe zu ziehen.

Die Sage über ihn ist älter als der Dorfteich von Byskov und stammt von der Küste am Guldborgsund. Arne Heyn, der in Skelby auf Südfalster aufwuchs, erzählt im Jahrbuch 1999 des Lolland-Falsters Historiske Samfund, dass die Kinder gewarnt wurden: Unten am Strand müsse man sich vor „TangRasmus“ hüten, der dalag und darauf wartete, Leute in die Tiefe zu ziehen.

Tang Rasmus gibt es auch in den Dialekten. In den Sammlungen des Ømålsordbogen (Wörterbuch der dänischen Inseldialekte) ist tang-rasmus aus Lolland als Wort der Fischer für das Meer selbst verzeichnet. Wenn jemand ins Wasser fiel und glücklich wieder herauskam, sagte man, er sei „eine Runde bei tang-rasmus gewesen“.

Tang Rasmus ist auch zur See gefahren. In der DR-Dokumentation Dannebrog - på togt med kongeskibet („Dannebrog - auf Fahrt mit dem Königsschiff“) von 2007 erzählt Kronprinz Frederik, wie ein Offizier ihn und Prinz Joachim mit dem Ungeheuer Tang-Rasmus erschreckte, das in einer engen Proviantkammer tief im Schiff hauste.

Aber eines wollen wir klarstellen. Man kann in Skelby, auf Lolland und an Bord des Königsschiffs erzählen, was man will: Die Wahrheit ist natürlich, dass Tang Rasmus im Dorfteich von Byskov wohnt. Das haben alle Kinder im Dorf schon immer gewusst.

Niemand in Byskov hat Tang Rasmus je gesehen. Denn wer ihn einmal gesehen hat, ist verloren. Man kann ihn hören: ein Blubbern zwischen der Entengrütze an einem stillen Sommerabend, ein Platschen, obwohl niemand etwas hineingeworfen hat. Aber ihn sehen - das tut man nur ein einziges Mal.

„Murerens Ove“ („Maurers Ove“) kam mit dem Schrecken davon. Eines Winters ging er in Holzschuhen aufs Eis, bevor Svend Suhr es freigegeben hatte, und brach ein. Er kam wieder hoch - er war eine Runde bei Tang Rasmus gewesen. Zum Glück sah er ihn nicht.


Quellen: Arne Heyn, „Et møde i landskabet med historie, sagn og myter“, Lolland-Falsters Historiske Samfunds Årbog 1999 · Anette Jensen in Jysk, ømål, rigsdansk mv., Aarhus Universitet 2011 · DR, Dannebrog - på togt med kongeskibet, 2007 · und alle Kinder in Byskov.